Suchtprävention ist an der Realschule Schöllnach bereits seit langem ein fester Bestandteil des Schullebens. Das bedeutet aber nicht nur Aufklärung über die Gefahren von Alkohol und harten Drogen. Auch Essstörungen stellen eine wachsende Gefahr dar. Deshalb wurde auch dieses Schuljahr wieder in der 6. Jahrgangsstufe das Projekt „Jeans Größe 0“ in Zusammenarbeit mit dem Suchtpräventionsverein Deggendorf durchgeführt. Die Referentinnen Monika Fischer und Angelika Pagany definierten dabei zuerst einmal, was man unter Essstörung überhaupt versteht und welche Krankheitsbilder dazugehören. Anschließend bearbeiteten die Sechstklässler in Gruppen verschiedene Aufgaben, wie z.B. die Frage, ob ihrer Meinung nach ein Mann Muskeln benötigt, wie die ideale Freundin bzw. der ideale Freund aussehen bzw. sein muss, oder auch, was man mitbringen sollte, um beliebt zu sein oder welchen Einfluss die Schönheit auf die Beliebtheit hat. Die Ergebnisse wurden anschließend im Plenum vorgetragen und diskutiert. Die Referentinnen legten außerdem viel Wert darauf, den Jugendlichen zu zeigen, welche Möglichkeiten es gibt, bei einem Verdacht auf Essstörung auf den Betroffenen zuzugehen und ihm zu helfen. Konkrete Situationen wurden mit Hilfe von Rollenspielen geübt, bei denen sich die Sechstklässler abwechselnd in die Rolle der essgestörten Person und in die des Helfers einfühlen mussten. Mit Hilfe dieses Projektes lernen die Schöllnacher Realschülerinnen und –schüler viel über Körperbewusstsein und die Bedeutung von inneren Werten. Dadurch kann eine solide Grundlage gegen zukünftige Essstörungen geschaffen und eine Sensibilisierung in diesem Bereich erreicht werden.

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