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Externe Experten ins Boot zu holen, ist der Schulfamilie der Realschule Schöllnach äußerst wichtig. Im Bereich des Aufklärungsunterrichts wird seit Jahren eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit den Sozialpädagoginnen der Schwangerenberatungsstelle vom Landratsamt Deggendorf, Monika Hölzl, Marlies Falk und, neu im Team, Angelika Pagani, gepflegt. Sie wurden zur Unterstützung der fachlichen Inhalte von der Biologielehrkraft Claudia Eder eingeladen, um mit den Jugendlichen die empfindlichen Themen rund um Liebe, Freundschaft und Sexualität genau zu beleuchten. Die Jugendlichen wurden in gleichgeschlechtliche Gruppen eingeteilt und konnten sich jeweils vier Stunden mit diesen Themen auseinandersetzen, Fragen stellen und kontroverse Meinungen austauschen. Die Schülerinnen und Schüler fühlten sich ernst genommen in ihrer pubertären Entwicklung und den damit verbundenen Veränderungen. Nach einer gemeinsamen Vorstellungsrunde gab es verschiedene Fragestellung zum Thema Beziehung: Wie stellen sich die Jugendlichen eine gute Beziehung vor? Was machen sie, wenn sie verliebt sind? Soll das Mädchen oder Junge den ersten Schritt machen? Welche Freiräume sollen Freund oder Freundin in der Beziehung zugestanden werden? Wie gehen sie mit Eifersucht oder mit Streit um? Hier gab es unter den Schülern sehr unterschiedliche Standpunkte, die lebhaft diskutiert wurden. Auch körperliche Veränderungen während der Pubertät, Geschlechtsorgane, weibliche und männliche Fruchtbarkeit wurden thematisiert. Hier konnten die Jugendlichen ihr Wissen anhand von Fragekarten testen. Am spannendsten fanden die Schüler „das Erste Mal“. In Kleingruppen wurden Vorstellungen darüber ausgetauscht, wann der erste Sex stattfinden soll. Auch über die verschiedenen, ganz individuellen Voraussetzungen, die vorliegen sollen, um mit einem Partner zu schlafen, wurde diskutiert. Beim Thema Verhütung bewiesen die Schülerinnen und Schüler ihr Vorwissen. Anhand eines mitgebrachten Verhütungsmittelkoffers wurden alle gängigen Verhütungsmittel und ihre Vor- und Nachteile besprochen sowie die Sicherheit anschaulich dargestellt. Am Ende der Einheit war den Schülern klar, dass jeder bei den Themen Liebe, Beziehung und Sexualität gefordert ist, sich selbst damit auseinanderzusetzen und dass letztendlich jeder für sich selbst Verantwortung übernehmen muss. Die Rückmeldung der Schüler war äußerst positiv, da sie nochmal ihr Wissen vertiefen konnten und auch Neues erfahren haben. Sie fühlen sich nun besser aufgeklärt und empfehlen das Projekt weiter, so dass sich die Schulfamilie sicher ist, diesen „Unterricht“ wieder anzubieten.

Cl. Eder, StRin (RS)

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